Nachhaltigkeit

Nachhaltig Schuhe produzieren – wie kann das funktionieren?

„Ein System zur nachhaltigen Schuhproduktion aufzubauen ist eines unserer wichtigsten Ziele bei der Herstellung von Lupriflex Sicherheitsschuhen. Es geht nicht nur darum, unsere Sicherheitsschuhe mit gutem Gewissen verkaufen zu können. Alle Parteien – der Vorlieferant, der Produzent mit seinen Mitarbeitern und der Verbraucher – sollen unter fairen Bedingungen produzierte Produkte zu einem fairen Preis bekommen.“
Kilian Hornig, Nachhaltigkeitsmanager der L. Priebs GmbH & Co. KG

Wir freuen uns über Ihre Meinungen und Anregungen zum Thema Nachhaltigkeit!

Ob Träger unserer Schuhe, Fachhändler, Lieferant oder Journalist – Sie sind herzlich eingeladen, uns Ihre Ideen und alles mitzuteilen, was Sie rund um das Thema Nachhaltigkeit bewegt. Senden Sie mir doch einfach eine E-Mail an: kilian.hornig@lupriflex.de oder rufen Sie mich an unter der Telefonnummer 02364-9267-23.

Ökologische Verantwortung ist selbstverständlich

„In unserem Familienunternehmen spielt das Thema Nachhaltigkeit immer schon eine große Rolle. Schon seit 2008 arbeitet unser Betrieb klimaneutral. Wir fühlen uns verpflichtet, schonend und verantwortungsvoll mit den Ressourcen umzugehen und dabei natürlich auch den Menschen im Blick zu haben. Es ist eine Daueraufgabe, um die Zukunft lebenswert zu machen. Wird sind überzeugt, dass wir mit unseren Bemühungen in den Bereichen Schadstoffe, Umweltschutz und Sozialverträglichkeit unser Ziel gewissenhaft verfolgen.“
Markus Nelke, Geschäftsführer der L. Priebs GmbH & Co. KG

Unsere drei Säulen einer nachhaltigen Schuhproduktion umfassen die Bereiche Schadstoffe, Umweltschutz und Sozialverträglichkeit.


News

Schadstoffe

Umweltschutz

Sozialverträglichkeit

News

CO2-Emissionen um 5 % gesunken
Bereits seit 2008 arbeiten wir am Standort Haltern am See klimaneutral. Das Münchner Beratungsunternehmen für Klimaschutz Climate Partner hat nun unseren CO2-Fußabdruck für das Jahr 2019 berechnet: Gegenüber dem Vorjahr konnten wir unsere CO2-Emissionen um fünf Prozent verringern. Zum Vergleich: Die ermittelten Emissionen von 71,7 Tonnen CO2 entsprechen dem jährlichen CO2-Fußabdruck von neun europäischen Bürgern oder einer Fahrt von 222.722 km mit dem Pkw.

Die nicht vermeidbaren Emissionen kompensieren wir durch die Unterstützung des Klimaschutzprojekts “Waldschutz Santa Maria” in Brasilien. Dieses Projekt schützt 71.000 Hektar des Amazonas-Regenwaldes vor Abholung und Brandrodung.

Laut Climate Partner ist dieses Klimaschutzprojekt von der politischen Lage in Brasilien nicht betroffen. Diese Gebiete seien geschützte Räume, die unabhängig von internationalen Hilfsorganisationen seien (die von politisch Verantwortlichen weggeschickt werden könnten). Vor Ort seien Projektentwickler von Climate Partner, die die Projekte betreuen und so den Waldschutz garantieren.

Weitere Informationen zum Thema Klimaneutralität finden Sie hier:

https://www.sicherheitsschuhe.de/umweltschutz/#tab-id-2

25.06.2020


Schadstoffe

Überwachung von Schadstoffen


Unser Unternehmen ist Mitglied von cads. Diese Gemeinschaft mit über 80 Mitgliedern und namhaften Schuhherstellern arbeitet an einer nachhaltigen Entwicklung von Schuhen und Lederwaren.


Gezielt geht es um die Reduzierung und Vermeidung von Schadstoffen. Als Arbeitsgrundlage dient das sogenannte "cads-Verzeichnis der eingeschränkt nutzbaren Substanzen in Schuhen". Dieses geht über die Vorgaben der europäischen Chemikalienverordnung REACH hinaus, die wir selbstverständlich erfüllen.


Wir haben ein System zur Überwachung von Schadstoffen eingeführt, das die Unbedenklichkeit der für uns produzierten Sicherheitsschuhe gewährleisten soll. Es stellt sicher, dass die für die jeweiligen Substanzen zulässigen Werte eingehalten oder unterschritten werden, beziehungsweise auf diese sogar verzichtet werden kann.


Regelmäßig untersucht ein unabhängiges Prüfinstitut verschiedene Materialien unserer Lupriflex Sicherheitsschuhe auf verbotene oder schädliche Substanzen. Diese Schadstoffprüfungen erfolgen zusätzlich zu den Prüfungen durch den Produzenten vor Ort und den Lieferanten der jeweiligen Materialien. Außerdem wählen wir unsere Lieferanten und deren Vorlieferanten nach strengen Kriterien aus.


Umweltschutz

Umweltschutz im Blick


Bei unserer Produktion in Europa ist das Einhalten europäischer Standards selbstverständlich. Auch unsere Produktionen in Asien sollen entsprechende Standards einhalten. Daher ist ein Umweltmanagementsystem für die von uns ausgewählten Produzenten Pflicht. Wir arbeiten mit Fabriken zusammen, die nach der internationalen Umweltmanagement-Norm ISO 14001 zertifiziert sind. Bei der Lederproduktion besteht ein erhöhtes Risiko der Umweltverschmutzung. Große Mengen an Rohstoffen, Energie und Chemikalien sind erforderlich.


Daher wollen wir Leder vorzugsweise aus Gerbereien beziehen, die von der Leather Working Group (LWG) zertifiziert sind. Diese Organisation verfolgt das Ziel, die Umweltverantwortung in der Lederindustriezu verbessern. Ein weiterer Ansatzpunkt für uns sind recycelte Materialien bei der Entwicklung neuer Modelle oder zur Verbesserung bestehender Modelle. Weitere Informationen über unsere Maßnahmen in puncto Umweltschutz finden Sie hier: Umweltpolitik und Klimaneutralität.


Sozialverträglichkeit

Faire Arbeitsbedingungen


Auf dem weltweiten Markt sind Lieferketten sehr komplex. Wir wollen die Transparenz unserer Produktion verbessern und diese Verbesserungen in unseren Lieferketten wenn möglich voranbringen. Unsere Fertigungsstätten in Asien sind bereits erfolgreich nach amfori-BSCI Standards auditiert (Unternehmensinitiative BSCI - Business Social Compliance Initiative.), das heißt sie werden hinsichtlich fairer Arbeitsbedingungen überwacht, so wie wir sie verstehen. amfori ist ein Verband, der Schirmherr dieser Initiative ist. Sie hilft Unternehmen, Arbeitsbedingungen und soziale Leistungen in ihren globalen Lieferketten zu verbessern.


Ziel ist ein offener und nachhaltiger Handel. Das Überwachungssystem wird hier für Unternehmen und Verbraucher transparent gemacht. Seit Juli 2019 sind wir amfori-BSCI Mitglied. Durch unsere Mitgliedschaft wird es für uns schrittweise möglich sein, den nachhaltigen Handel zu überwachen und uns zu engagieren. Wir unterstützen damit den amfori-BSCI Verhaltenskodex Amfori BSCI Code Of Conduct DE, der die folgenden Grundsätze enthält:


  • Recht auf Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen
  • Faire Vergütung
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Besonderer Schutz für minderjährige Arbeitnehmer
  • Keine Zwangsarbeit
  • Ethisches Geschäftsverhalten
  • Keine Diskriminierung
  • Menschenwürdige Arbeitszeiten
  • Keine Kinderarbeit
  • Keine prekären Arbeitsverhältnisse
  • Umweltschutz.


Um diese Prinzipien in die Praxis umzusetzen, verfolgen wir die Ansätze der amfori-BSCI:


  • Einhaltung des Kodex: Die Rechte der Arbeitnehmer werden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und dem Kodex geschützt.
  • Einbeziehung und Schutz der Arbeitnehmer: Die Arbeitnehmer werden über ihre Rechte und Pflichten informiert.
  • Supply Chain Management und Kaskadeneffekt: Die Prinzipien werden angewandt, um auf andere Geschäftsbereiche einzuwirken.
  • Beschwerdemanagement: Ein System zum Sammeln von Beschwerden und Vorschlägen der Mitarbeiter wird angeboten.


Weitere Informationen finden Sie hier: Glossar Amfori BSCI und Referenzen Amfori BSCI