Häufige Fragen

Wir beantworten die häufigsten Fragen, die zum Thema Sicherheitsschuhe gestellt werden.

 

Wo kann ich Lupriflex Sicherheitsschuhe kaufen?
Wir arbeiten mit einem Netz von Fachhändlern zusammen, bei dem Sie Lupriflex Sicherheitsschuhe beziehen können. Die Bezugsadressen finden Sie hier: Fachhandel


Mein Lupriflex Sicherheitsschuh ist defekt und ich bin nicht sicher, ob es sich um eine berechtigte Reklamation handelt.
Bitte zeigen Sie jeden Defekt zunächst Ihrem Fachhändler, bei dem Sie Ihre Lupriflex Sicherheitsschuhe gekauft haben (Kaufbeleg nicht vergessen!). Der Fachhändler ist Ihr Ansprechpartner für solche Fragen. Er kann mit seinem Fachwissen am besten beurteilen, was zu tun ist, bzw. ob Ihre Schuhe zur Reparatur eingeschickt werden sollten.


Ich bin Einlagenträger. Kann ich mit meinen Lupriflex Sicherheitsschuhen zu meinem Orthopädieschuhmacher gehen?
Ein großer Teil unseres Sortiments ist für orthopädische Einlagenversorgungen und Zurichtungen zertifiziert. Ausführliche Informationen finden Sie hier: Ortho


Was bedeutet die Kennzeichnung in der Schuhlasche?
Die Kennzeichnung bezieht sich auf die Kategorien von Sicherheitsschuhen gemäß der Internationalen Norm EN ISO 20345 für Sicherheitsschuhe.

SB: Grundanforderungen lt. Norm (u. a. Zehenschutzkappe)
S2: Zehenschutzkappe + Wasserdicht
S3: Zehenschutzkappe + Wasserdicht + Durchtrittschutz + Profilsohle
S1P: Zehenschutzkappe + Durchtrittschutz
S1: Zehenschutzkappe
P: Durchtrittschutz
E: Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich
A: Antistatisches Schuhe
C: Leitfähige Schuhe
I: Elektrisch isolierende Schuhe
HI: Wärmeisolierung des Sohlenkomplexes

CI: Kälteisolierung des Sohlenkomplexes
WR: Wasserdichtheit der Schuhe
WRU: Widerstand des Schuhoberteils gegen Wasserdurchtritt und –aufnahme
HRO: Beständigkeit der Laufsohle gegenüber Kontaktwärme
FO: Kraftstoffbeständigkeit der Laufsohle
CR: Schnittfestigkeit des Obermaterials
AN: Knöchelschutz
M: Mittelfußschutz
SRA: Rutschhemmung auf Böden aus Keramikfliesen mit NaLS
SRB: Rutschhemmung auf Stahlboden mit Glycerol
SRC: Erfüllt die Rutschhemmung nach SRA und SRB


Wie unterscheiden sich Sicherheitsschuhe mit elektrischen Eigenschaften?

Elektrisch leitfähige Schuhe (Symbol: C) sind erforderlich, wenn eine elektrostatische Aufladung so schnell wie möglich vermindert und abgeleitet werden soll. Voraussetzung ist, dass sich die Gefahr eines elektrischen Schlags durch ein elektrisches Gerät oder spanungsführende Teile vollkommen ausschließen lässt.

Antistatische Schuhe (Symbol: A) sind erforderlich, wenn eine elektrostatische Aufladung vermindert und abgeleitet werden soll und sich die Gefahr eines elektrischen Schlags durch ein elektrisches Gerät oder spanungsführende Teile nicht vollständig ausschließen lässt.

Elektrisch isolierende Schuhe (Symbol: I) müssen getragen werden, wenn die Gefahr eines elektrischen Schlags besteht, zum Beispiel durch beschädigte, unter Spannung stehende elektrische Geräte.


Was bedeutet ESD ?
Geht es um den Schutz von Werkteilen und Geräten durch kontrollierte Ableitung, greift die Norm DIN EN 61340-5-1 („Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene“). Sie befasst sich mit elektrostatischer Entladung („electro static discharge“ = ESD). Der in dieser Norm definierte ESD-Bereich ist letztlich eine Eingrenzung des antistatischen Bereichs aus der Sicherheitsschuhnorm EN ISO 20345. Die untere Grenze des Durchgangswiderstandes liegt hier bei 100 Kiloohm und die Obergrenze bei 35 Megaohm (3,5 x 107 Ohm).

esd_piktogramm_miniEin Schuh, der ESD-fähig ist, ist in jedem Fall gleichzeitig auch antistatisch. Im Umkehrschluss ist jedoch nicht jeder antistatische Schuh ESD-fähig. Wenn beispielsweise ein Durchgangswiderstand von 100 Megaohm gemessen wird, ist der Schuh antistatisch, aber außerhalb der ESD-Grenzwerte. Hat der Schuh einen Durchgangswiderstand von nur 1 Megaohm, ist er sowohl antistatisch als auch ESD-fähig. Sicherheitsschuhe, die diese Norm erfüllen, tragen das gelbe ESD-Zeichen.


Was ist der Unterschied zwischen Sicherheitsschuhen, Schutzschuhen und Berufsschuhen?
Der Unterschied zwischen Sicherheitsschuhen (Kennzeichnung S, EN 20345) und Schutzschuhen (Kennzeichnung P, EN 20346) liegt bei einem geringeren Schutzniveau der Schutzschuhe für die Zehen (Schutzkappen). Schutzschuhe werden heute praktisch nicht mehr eingesetzt. Berufsschuhe (Kennzeichnung O, EN 20347) besitzen keinen Zehenschutz. Sie besitzen aber mindestens einen anderen schützenden Bestandteil (z.B. Durchtrittschutz).


Wann sind welche Sicherheitsschuhe bei der Arbeit notwendig?
Welcher Sicherheitsschuh benötigt wird, hängt grundsätzlich immer davon ab, welche Gefahren an einem Arbeitsplatz auftreten können. Entsprechend gibt es eine Vielzahl schützender Bestandteile an Schuhen bzw. sicherheitsrelevante Anforderungen wie etwa Durchtrittsicherheit oder Schnittschutz, die in der Kennzeichnung der Modelle codiert sind.


Wer muss die Sicherheitsschuhe bezahlen?
Das Gesetz schreibt vor, dass der Arbeitgeber erforderliche Schutzausrüstungen zur Verfügung zu stellen hat. Wenn Sicherheitsschuhe aufgrund der vorkommenden Gefahren erforderlich sind, gehen die Kosten deshalb immer ganz zu Lasten des Arbeitgebers.


Wie viele Sicherheitsschuhe muss der Arbeitgeber pro Jahr zur Verfügung stellen?
Dies hängt vom Gebrauch, der Abnutzung und der Hygiene ab. Ist die Sicherheit nicht mehr gewährleistet, müssen die Schuhe ersetzt werden. Sind die Schuhe defekt, müssen sie auf jeden Fall ersetzt werden. Wo Sicherheitsschuhe dauernd nasser Umgebung ausgesetzt und durchnässt werden, ist ein zweites Paar zur Verfügung zu stellen.


Darf man bei der Arbeit auch private robuste Schuhe tragen?
Wie steht es mit Sandalen oder Flip-Flops?
Solange am Arbeitsplatz keine Tragepflicht für Sicherheitsschuhe besteht, können natürlich private Schuhe getragen werden. Grundsätzlich entscheidet aber der Arbeitgeber, welche Schuhe bei der Arbeit getragen werden dürfen oder müssen.